Stephen William Hawking


Genau 300 Jahre nach Galileo Galileis Tot wurde Stephen William Hawking am 08.01.1942 geboren. Der britische Physiker und Mathematiker wuchs wohl behütet in einem Haushalt auf, in dem Bildung viel bedeutete. Im Jahre 1959 besuchte er das University College der Universität Oxford. Stephen Hawking war zunächst ein fauler Schüler, aber sehr intelligent. In die Schulzeit viel seine Krankheit: ALS (Amyotropische Lateralsklerose). Diese Krankheit, die mit Muskelschwund und akuten Lähmungserscheinungen einher geht ist tödlich - Hawking hatte noch zwei Jahre zu leben. Doch Stephen gab nicht auf: Er strengte sich nun erst recht an, schaffte den Abschluss und promovierte im Jahre 1966 über schwarze Löcher nachdem er im Jahre 1965 von einem Mathematiker namens Roger Penrose gehört hatte, der sagte, dass die Erde aus dem Urknall hervorgegangen sein könnte. Die Krankheit schritt langsamer voran und so heiratete er im Jahre 1965 Jane Wild die ihm drei Kinder gebar.

Während seiner Arbeit am DAMTP (Department of Applied Mathematics and Theoretical Physics) der Universität Cambridge arbeitete er mit Roger Penrose an der Urknalltheorie. Er widmete sich jedoch auch dem Studium der Quantenphysik was im Jahre 1974 zur der Erkenntnis führte, dass schwarze Löcher gar nicht so schwarz sind sondern Strahlung abgeben.

Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich jedoch immer weiter, so dass er völlig vom Rollstuhl abhängig wurde. Im Jahre 1990 trennte sich Stephen von seiner Ehefrau. Studenten durften in seinem Zuhause kostenlos wohnen, wenn sie ihm dafür beim Aufstehen und beim Zubettgehen halfen. Da der Akt des Schlafengehens sehr lang dauerte hatte er immer genügend Zeit zum Nachdenken. Dabei kam er auch auf die Idee, dass schwarze Löcher Strahlung emittieren könnten. 1986 verlor Hawking seine Stimme in Folge einer schweren Lungenentzündung. Kommunizieren kann er jedoch über einen Computer, der mit einem Sprachsynthesizer verbunden und an seinem Rollstuhl befestigt ist.

Sein gesundheitlicher Zustand hielt ihn jedoch nicht von seiner schwierigen wissenschaftlichen Arbeit ab: 1979 wurde er zum Lucasischen Professor für Mathematik am Trinity College der Cambridge University ernannt. Von 1982 - 1988 schrieb er an dem populärwissenschaftlichen Bestseller „Eine kurze Geschichte der Zeit“, welcher auch verfilmt wurde.

Seit der Scheidung von seiner Frau kann Stephen William Hawking sich noch intensiver der wissenschaftlichen Forschung widmen. Sein Ziel ist es die Theorie zu finden, welche alle vier Kräfte der Natur zu einer vereinheitlicht.